Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026: Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort

Unter dem Titel „Gemeinsam für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort“ fand am 16. und 17. Juni 2026 die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen gemeinsam mit bildungsrelevanten Akteurinnen und Akteuren allen Menschen vor Ort – unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebenslage – Zugänge zu besseren Bildungschancen ermöglichen können. Rund 500 Teilnehmende aus Kommunen, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik kamen dafür in Berlin-Neukölln zusammen und tauschten sich zu Bildungsgerechtigkeit in kommunalen Bildungslandschaften aus.

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Kooperativer Föderalismus und die Bedeutung der Kommune

Mit der Erklärung „Gemeinsam für starke kommunale Bildungslandschaften“ bekräftigten Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden direkt zu Beginn der Bundeskonferenz ihre gemeinsame Verantwortung für bessere Bildung vor Ort. Bildungsgerechtigkeit sei demnach ein zentrales Ziel, auf das Akteurinnen und Akteure auf allen Ebenen mit ihren Programmen, Maßnahmen und ihrem Engagement hinarbeiten. Wie das konkret und mit Hilfe des kommunalen Bildungsmanagements umgesetzt werden kann, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter von Ländern und kommunalen Spitzenverbänden mit Staatssekretärin Dr. Petra Bahr auf dem Podium.

Die Podiumsdiskussion machte deutlich, warum die kommunale Ebene für Bildungsgerechtigkeit so wichtig ist: Bund und Länder setzen wichtige Rahmenbedingungen, doch Bildung findet dort statt, wo Menschen leben: vor Ort. Genau hier setzt das kommunale Bildungsmanagement an. Durch datenbasierte Planung, strategische Steuerung und den Aufbau von Kooperationen und Netzwerken können Kommunen Bildungsangebote besser auf die Bedarfe der Menschen vor Ort abstimmen, Zugänge zu Bildung gestalten und damit Teilhabechancen verbessern.

Kommunale Handlungsfelder für mehr Bildungsgerechtigkeit

Daraus ergeben sich zahlreiche Handlungsfelder, die im weiteren Verlauf der Konferenz in verschiedenen Formaten betrachtet wurden. In ihren Keynotes gaben Prof. Dr. Marcel Helbig vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe und Prof. Dr. Viola Georgi von der Universität Hildesheim Einblicke in die wissenschaftliche Debatte um Bildungsgerechtigkeit. Anschließend konnten die Teilnehmenden in Fishbowl-Diskussionen und auf einem Markt der Möglichkeiten miteinander ins Gespräch kommen, Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen.

Nach einem aktivierenden und humorvollen Einstieg in den zweiten Konferenztag mit dem Improvisationstheater-Ensemble „Die Gorillas“ gab Prof. Dr. Kerstin Schneider vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Einblicke in bildungsökonomische Erkenntnisse im Themenfeld Bildungsgerechtigkeit und Kommune. Anschließend standen mit sechs unterschiedlichen Fokus-Sessions praxisnahe Einblicke in zentrale Handlungsfelder und die Potenziale des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements auf dem Programm. Dabei ging es u.a. um den Abbau von Barrieren in der frühen Bildung, über die bewusste Gestaltung kommunaler Räume bis hin zur wirkungsorientierten Steuerung als Instrument für mehr Bildungsgerechtigkeit vor Ort. Ein Auftritt des Theaterprojekts #Kinderrechte aus Neukölln und eine Zukunftsreise zum Thema Bildungsgerechtigkeit rundeten das Programm ab.

Veranstaltungsdokumentation

Die Dokumentation und das Programm zur Veranstaltung können Sie sich im Downloadbereich herunterladen.

Dort finden Sie auch die Präsentationen aller Mitwirkenden sowie kommunale Steckbriefe, die einen Einblick in die Arbeit geförderter Kommunen geben.