Kompetenzzentrum 'Bildung im Strukturwandel'

Aufbauend auf den Erfahrungen der Transferinitiative und der ersten Förderphase (2020-2025) des Kompetenzzentrum ‚Bildung im Strukturwandel‘ – kurz KoBiS – fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) weiterhin zwei Kohleregionen dabei, ein auf die Bedarfe im jeweiligen Revier abgestimmtes Bildungsmanagement auf regionaler Ebene umzusetzen. Das übergeordnete Ziel bleibt, den Strukturwandel durch Bildung bestmöglich zu gestalten. Hierzu werden die Aktivitäten der ersten Förderphase in den Bereichen Berufliche Orientierung, Aus- und Weiterbildung, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Politische Bildung fortgeführt. Das regionale Bildungsmonitoring als kontinuierlich nutzbare Datengrundlage zur Gestaltung des Strukturwandels wird weiterentwickelt und durch thematische Erhebungen und Analysen ergänzt. Das KoBiS besteht aus Netzwerkbüros in den beiden Braunkohlerevieren Rheinisches Revier und Lausitz, die von den Trägern der Regionalen Entwicklungsagenturen für kommunales Bildungsmanagement (REAB) in den Bundesländern der Kohleregionen (NRW: Institut für soziale Arbeit e.V.; Lausitz: Kooperation in Brandenburg gGmbH) umgesetzt werden. Laufzeitbeginn der zweiten Förderphase bis 2029 für die beiden Netzwerkbüros ist der 1.1.2026.

In der ersten Phase (2020-2025) war auch das Netzwerkbüro „Bildung im Strukturwandel in Mitteldeutschland (BiSMit)“ Teil des KoBiS. Das Projekt wurde vom Träger der REAB Mitteldeutschland, dem Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) umgesetzt und am 31.12.2025 abgeschlossen. Informationen und Ergebnisse sind auf der Website des DJI zu finden (dji.de/bismit).

Aufgaben der Netzwerkbüros in den Braunkohlerevieren

Die Netzwerkbüros stärken Steuerungs- und Kooperationsstrukturen in den Braunkohlerevieren, indem sie Strukturwandel- mit Bildungsakteuren zusammenbringen. Sie fungieren als Agenten, die das Thema Bildung für die Transformationsprozesse vor Ort nutzbringend für alle Beteiligten einbringen. Dazu entwickeln sie datenbasierte Zukunftsszenarien und transferieren ihre Expertise und Know-how innerhalb und außerhalb ihrer Reviere. Sie moderieren Interessen der beteiligten Kommunen und sind Dienstleister aller Kommunen im Revier bei der Gestaltung der regionalen Bildungslandschaft.

Die Netzwerkbüros des KoBiS sind in das bundesweite Netzwerk der Transferinitiative eingebunden und partizipieren an den Weiterentwicklungen des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements.

Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz

Das Lausitzer Revier ist mit sechs Landkreisen und einer kreisfreien Stadt länderübergreifend in Brandenburg und Sachsen verortet. In dieser Region verlangt der Strukturwandel eine Neuausrichtung der Bildungsprozesse aller Einwohnerinnen und Einwohner, von der schulischen Bildung bis zur betrieblichen Weiterbildung. Das Netzwerkbüro Lausitz hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Veränderungsprozesse und Entwicklungen in der Lausitzer Bildungslandschaft sichtbar zu machen und als Schnittstelle zwischen den Bildungsakteuren zu agieren.

Die beiden Arbeitsschwerpunkte des Netzwerkbüros bilden einerseits die methodisch fundierte Aufbereitung, Interpretation und Kommunikation relevanter Daten in Form eines regionalen Bildungsmonitorings. Andererseits beinhalten sie eine explorative Analyse der vorhandenen Netzwerklandschaft an den Schnittstellen zwischen Bildung, Verwaltung und Wirtschaft. Dadurch sollen bestehende Strukturen im Rahmen eines regionalen Netzwerkmanagements verbessert und strategisch weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse werden in verschiedenen Formaten und Veranstaltungen adressatengerecht geteilt.

Auf der regionalen Ebene entwickeln sich Steuerungsstrukturen und -prozesse, die zur Umsetzung der Zukunftsstrategie für die Bildungslandschaft und zur Fachkräftesicherung in der Lausitz beitragen.

Kontakt
Netzwerkbüro Lausitz
Inselstraße 24, 03046 Cottbus

Ansprechpartner: Dr. Thomas Prennig
Telefon: 0355 – 4946 0653
E-Mail: prennig@bildung-lausitz.de
Internet: bildung-lausitz.de 

Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier

Um die Zukunft des Rheinischen Reviers zu sichern, müssen innovative Strategien entwickelt werden. Das Gelingen des Strukturwandels setzt gelingende Bildungsbiografien voraus, um neuartige Berufe auszuüben.  Das Netzwerkbüro nimmt gezielt die Gestaltung von Bildungslandschaften in den Blick und entwickelt mit Kommunen und Netzwerkpartnern Visionen für eine nachhaltige Bildungsstrategie in der Region: Im Revier wurde ein regionales Bildungsmanagement und -monitoring etabliert, das die sechs zugehörigen Kreise und die kreisfreie Stadt durch die geschaffenen Netzwerkstrukturen einbezieht.

Das regionale Bildungsmonitoring ermöglicht kontinuierliche datengestützte Analysen des Bildungswesens, z.B. im Bereich der beruflichen Aus- oder Weiterbildung, und wird ergänzt durch eigens entwickelte Methoden zur Erhebung und Analyse von Fachkräfteengpässen. Gemeinsam mit Netzwerkpartnern werden Entwicklungen analysiert und Informationen für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit bereitgestellt.

Das Wissensmanagement umfasst Themenberichte, Fachkonferenzen sowie regionale Bildungskonferenzen mit unterschiedlichen Bildungsakteuren.

Kontakt
Netzwerkbüro Bildung Rheinisches Revier (NBR)
Büchel 12-14, 41460 Neuss

Ansprechpartnerin: Dr. Rabea Pfeifer
Telefon: 0176-55249658
E-Mail: rabea.pfeifer@bildung-rheinisches-revier.de
Internet: bildung-rheinisches-revier.de